Vertiefung und Verzichten

 

Jahresbotschaft für das Jahre 2018, was ein Jahr der großen Verhinderung sein wird,
wenn du nicht wagst, dich zu vertiefen.

Man könnte das Jahr auch das Jahr der Vertiefung nennen,
in der Tiefe wagen, durchzubrechen:
Eine Frage vertiefen, eine Freude, ein Können, eine Art von dir vertiefen.

Und das ist auch verbunden mit Verzichten:
Anstelle noch einer neuen Reise und vielen Fotos knipsen die Ferienzeit damit verbringen,
alle deine Bilder, deine Fotos, aus der vergangenen Zeit zu ordnen und vielleicht dann zu erleben,
„wie war es da? Was habe ich das erlebt? Was habe ich da gefunden“?
Eine Erfahrung aus der Vergangenheit vertiefen.

Oder, wenn du wegfährst, in die Ferien gehst, dich fragen: Was will ich auf dieser Reise neu wagen?
Eine Praxis, etwas was du sonst nie tust:
vielleicht immer um sechs Uhr aufstehen, nach außen gehen,
und durch die Stadt, den Ort rennen oder gehen,
oder auf etwas verzichten, was du sonst immer tust.

Vertiefung und Verzichten - die gehören zusammen,
und es ist dieses Wirkliche sich Vertiefen was dir gewährt,
dich in der Tiefe zu finden, dich in der Tiefe zu erfahren.

Ein Mensch, der die Tiefe erlangt hat, er muss nicht mehr seine Vergangenheit aufarbeiten,
sie ordnet sich in sich selber, wie immer deine Erfahrung war,
wie immer deine Liebe war,
deine Liebesbeziehungen und -enttäuschungen
oder Erfülltheit und Unerfülltheiten: Hier, es wird gleich.

War es eine enttäuschte Liebe,
hier, du entdeckst, was für dich die ideale Liebe ist,
du erfährst sie: Für mich ist das ideal,
aha, ich wage in meinem Ideal die ganze Gefühlserfahrung,
und verzichte somit, es auf der Erde zu suchen.

Und in dem Moment, wo du eigentlich aufhörst, etwas zu suchen,
entdeckst du, dass es ganz nahe, schon immer bei dir war.

Und es ist, dieses von innen erweitern, was dann in der Außenwelt, dem Herzen gewährt:
Schau, ich habe den gleichen Wunsch,
um das zu finden auch in deiner Umwelt
was für dich das Herrlichste, was für dich das Seligste ist.

Denn die Vertiefung ist eigentlich der Anfang vom Wagen, erfüllt zu sein:
Es ist das Opfer der Unerfülltheit.

Frage an dich: Wo glaubst du noch, dass etwas, jemand anders sein sollte,
als so wie es jetzt ist?

Wage ganz das zu sein, was du am wenigsten erträgst. Ja ich bin auch so,
um dann auch das ganze Erleben vom ganzen Gegenteil zu erfahren.

Und dann?

Darauf gibt es keine Antwort, weil es diese Frage nicht mehr gibt.




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